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Altersbestimmung

Artikel #8980, »Altersbestimmung«, geschrieben von: J. Poseck (93 %) , Josef Kandl(Red.) (6 %)

Altersbestimmung ist die wichtigste Methode zur Datierung vorgeschichtlicher Ereignisse, z. B. zur Bildung einer Chronologie in den Geowissenschaften. Für die geschichtliche Zeit bereitet sie bei Artefakten die Datierung vor, wenn der archäologische Befund eines Objektes die chronologische Einordnung nicht erlaubt, weil die Fundstelle keine Hinweise wie Beschriftung oder Stilmerkmale enthält.

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Zu Beginn der Erforschung lang zurückliegender Ereignisse konnte nur eine relative Altersbestimmung durch die Stratigraphie erfolgen. Das Prinzip war, jüngere Schicht über älterer Schicht. Man kannte also nur die Relation der einzelnen Schichten zueinander. Durch Analyse der Bestandteile der Schicht, besonders der Erfassung von Leitfossilien, konnte allmählich zur absoluten Altersbestimmung übergegangen werden.

Mit der Entwicklung überwiegend radiometrischer Methoden wurde die absolute Altersbestimmung zur Regel. Das junge Fach der Archäometrie fasst die naturwissenschaftlichen Messmethoden für die Archäologie zusammen, die untersuchenden Institute haben ihre Wurzeln bei Geologen und den verwandten Mineralogen.

Bedeutende Verfahren zur Altersbestimmung

Verfahren

Untersuchter Stoff

Messziel

Dendrochronologie

Holz aus definierter Region

Alter des Objekts, Artefakts

Radiokohlenstoffmethode

Organische Stoffe

Alter des Artefakts

Rubidium-Strontium-Methode

Älteste Gesteine

Alter (Entstehung) der Probe

Thermolumineszenzmethode

Quarz, Feldspat

Alter des Minerals, Alter von Keramiken

Altersbestimmung durch Leitfossilien

Fossilien

Alter der Fossilien führenden Gesteinsschichten

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