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Ethik

Artikel #5161, »Ethik«, geschrieben von: Markus A. Mueller (96 %) , K. Bleuer(Red.) (3 %)

Ethik, eine Disziplin der Philosophie und Theologie, die vornehml. auf Basis der Vernunft (Phil.), teils auch aufgrund von Offenbarung (Theol.), Kriterien für die Beurteilung von Handlungen entwickelt und diese hinsichtl. ihrer Motive und Konsequenzen bewertet.

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Dabei unterscheidet sie sich von der Moral, die bestimmte Handlungen traditionell oder konventionell vorschreibt, obgleich das Ziel der normativen Ethik in der Begründung von allgemein gültigen Normen und Werten gesehen werden kann (vgl. dazu Goldene Regel).

Basis der allgemeinen E. ist die Metaethik, die das Sprechen über E. und e. Begriffe („gut“, „böse“, „Handlung“) analysiert. Die deskriptive Ethik hingegen beschäftigt sich mit den verschiedenen vorhandenen, empirisch erfassbaren Moralvorstellungen und versucht diese genau aufzunehmen und exakt zu beschreiben.

Die E. gehört zu den wenigen Disziplinen der Philosophie, die bisher nur in geringem Maße von anderen Wissenschaften in Frage gestellt wurden. Ganz im Gegensatz zur Vermutung, dass der zunehmende Relativismus die E. überflüssig machen würde, zeigt sich ihre zunehmende Bedeutung in den sich immer stärker entfaltenden Bereichsethiken wie der Medizin-, Tier- oder Wissenschaftsethik bis hin zur Entwicklung einer Informationsethik.

Einflussreiche Ethiker und Moralphilosophen sind unter anderem die Stoiker, die Epikureer, Immanuel Kant, Jeremy Bentham und John Stuart Mill, Max Scheler und Hans Jonas.

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