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Geschichte

Artikel #1211, »Geschichte«, geschrieben von: Ulrich Fuchs(Red.) (99 %) et al.

Grober Überblick über die Weltgeschichte

Die Steinzeit bildet den weitaus umfassendsten Bestandteil der menschl. Geschichte, in ihrem zwei bis drei Millionen Jahre dauernden Verlauf entwickelte sich im Verlauf der Hominisation der anatomisch moderne Mensch, wurde sesshaft, und formte zunehmend komplexere Strukturen des Zusammenlebens. Die Bronzezeit führte zu merkbaren Hierarchisierungen in der Gesellschaft, zur Herausbildung erster größerer überfamiliärer, clan- bis staatsähnlicher Gebilde und vermutlich auch zu ersten größeren Kriegen.

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In der europäischen Antike bzw. Altertum traten zunehmend größere Staatswesen als bestimmende Mächte in Erscheinung, die das Geschick ihrer Bürger und ihrer Nachbarn bestimmen, aber durch ihre Durchorganisation auch Raum ließen für eine rasante kulturelle Entfaltung und Entwicklung, insb. gefördert durch die Entwicklung der Schrift, die die sichere Überlieferung von Ereignissen und Ideen über Entfernungen und Generationen hinweg ermöglichte. Mit dem Fall des Römischen Reiches bzw. mit der Völkerwanderung wurden existierende Strukturen zunächst zu nichte und mussten im Verlauf einiger Jahrhunderte neu geschaffen werden, wobei das Christentum die zunehmend erstarkende geistige Basis bildete. Der Konflikt zwischen dem Heiligen Römischen Reich und der institutionalen römisch-katholischen Kirche, sowie Konflikte innerhalb des kleinräumigen Europas bestimmten maßgeblich das Mittelalter. Verschiedene Ereignisse, die den Beginn der Neuzeit markieren, führten zum Verlust der Deutungshoheit der katholischen Kirche über die menschliche Existenz, zur Herausbildung der heutigen Wissenschaften, aber auch zu Nationalstaaten und zunehmend ausgreifenderen Kriegen.

Nach der Erschütterung durch zwei Weltkriege zu Beginn, einer drohenden Auslöschung der Menschheit durch Atomwaffen im kalten Krieg zur Mitte, und vielleicht erstmals einem wirklichen Lernen aus der Geschichte zum Ende des 20. Jh., etablieren sich heute trotz mancher Rückschläge zunehmend überstaatliche bis weltumspannende Organisationen und Formen von Zusammenarbeit über Grenzen und Kulturen hinweg. Ob auch dies einen Epochenwechsel darstellt, wird erst in der Rückschau zu beantworten sein - wenn aus unserer Gegenwart Geschichte wurde.

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