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Literatur

Artikel #3045, »Literatur«, geschrieben von: B. Brockhorst(Red.) (100 %)

Entwicklung des Literaturbegriffs

Im Verlauf der Zeit wurden der Literatur die Gattungen Drama, Lyrik und Epik zugeordnet, wobei sich mit dem Begriff eine unbestimmte Wertigkeit verband. Bis ins 20. Jahrhundert hinein wurde die Auffassung vertreten, dass Werke einen Anspruch an herausragende, schön gestaltete Sprache erfüllen müssen, um zur Literatur gezählt zu werden. Aus diesem Verständnis resultiert auch der für die Romanform gewählte Begriff Belletristik (von: belles lettres, schöne Buchstaben), mit welchem sich die sprachschöne Literatur von der Trivialliteratur abheben sollte.

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Mitte des 20. Jahrhunderts erfuhr der Literaturbegriff eine deutliche Ausweitung, weil das Merkmal der unbestimmten Wertigkeit zum einen unpräzise und willkürlich war, zum anderen, weil sich die Auffassungen darüber, was Kunst (und somit auch Literatur) sein kann, gewandelt hatten. Zu den Einzelheiten der Entwicklung siehe Literaturgeschichte.

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