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Münster ((Westfalen))

Artikel #10326, »Münster ((Westfalen))«, geschrieben von: Markus Schweiß(Red.) (92 %) , Peter Eckert (7 %)

Abbildung: Prinzipalmarkt01.jpg

Der Prinzipalmarkt in Münster

Münster, Stadt in Nordrhein-Westfalen und Hauptort des Münsterlandes. Münster hat 272.951 Einwohner auf einer Stadtfläche von 302,92 Quadratkilometern (31.12.2007).

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Münster geht auf das Kloster Monasterium, welches von dem Missionar Liudger im Auftrag von Karl dem Großen im Jahre 793 gegründet wurde, zurück. Bereits 805 wurde das bis heute bestehende Bistum errichtet. Überregionale Bekanntheit erreichte die Stadt, als um 1535 die Wiedertäufer die Macht in der Stadt übernahmen und ein "Neues Jerusalem" innerhalb der Stadtmauern errichteten. Der einhergehende militärische Aufstand konnte zwar kurzfristig unterdrückt werden, hatte aber für Jahrzehnte weitgehende Folgen für das politische Leben in Deutschland.

Erneut in den Mittelpunkt des geistigen Lebens trat die Stadt im Jahre 1648, als in ihr zusammen mit Osnabrück der Friedensvertrag zum Dreißigjährigem Krieg unterzeichnet wurde. Durch diesen Friedensvertrag wurde ganz Mitteleuropa neu geordnet; unter anderem wurde die Schweiz als Staat von den übrigen europäischen Mächten anerkannt.

Im zweitem Weltkrieg wurde die Innenstadt durch Luftangriffe fast völlig zerstört, der Wiederaufbau erfolgte nach den alten Vorbildern. Das Stadtbild ist im wesentlichen durch den hellgelben Baumberger Sandstein aus den benachbarten Baumbergen geprägt, aus dem die meisten Gebäude errichtet sind.

Münster ist heute Universitätsstandort und Verwaltungszentrum für Westfalen, die Stadt gilt heute als Radfahrerfreundlichste Großstadt Deutschlands.

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