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Massenmedien

Artikel #5655, »Massenmedien«, geschrieben von: B. Brockhorst(Red.) (95 %) et al.

Bilddruckverfahren

Zu den frühesten bildgebenden Verfahren, die gewissermaßen für die „Massen“produktion von Bildern gedacht waren, zählt der Holzschnitt. Er geht auf das Mittelalter zurück und eignete sich zur Bebilderung von Büchern, da er, ebenso wie der Buchdruck auf einem Hochdruckverfahren (die zu druckenden Teile sind erhabene Linien oder Flächen) basiert. Ab 1430 kamen Blockbücher auf, deren Seiten mittels Holzplatten gedruckt wurden, die sowohl Schrift als auch Bilder enthalten konnten. Mit der Weiterentwicklung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg gewann der Holzschnitt für die Buchillustration an Bedeutung.

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Auch der Kupferstich (ebenfalls schon im Mittelalter praktiziert) ermöglichte die vielfache Verbreitung ein und derselben Darstellung. Als Tiefdruckverfahren war er aber für den Buchdruck weniger geeignet.

1798 schließlich erfand Alois Senefelder die Lithographie, ein Steindruckverfahren, mit welchem sich auf einfache, preiswerte und sehr effektive Weise Abbildungen vervielfältigen ließen. Zunächst als reine Gebrauchsgraphik gedacht (so wurde anfänglich Notenmaterial damit gedruckt) entdeckte die Bildende Kunst diese Technik als Möglichkeit der Reproduktion von Zeichnungen.

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