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Massenmedien

Artikel #5655, »Massenmedien«, geschrieben von: B. Brockhorst(Red.) (95 %) et al.

Foto / Film / Computerspeichermedien

Mit der Fotografie, deren Wegbereiter Joseph Nicéphore Niépce sowie Louis Jacques Mandé Daguerre waren - gelang es ihnen doch als erste, mit der Camera obscura aufgenommene Bilder dauerhaft zu fixieren - ist ein bildgebendes Verfahren entwickelt worden, mit dem sich die Realität abbilden lässt. Waren die Heliographie (entwickelt 1826/27) und die Daguerreotypie (1839 wurde Daguerre für diese Innovation international gefeiert) noch Unikate, sind aufgrund der weiterentwickelten Technik heute unbegrenzt Abzüge eines Bildes möglich.

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Das Jahr der ersten öffentlichen Aufführungen von Filmen wird auf 1895 datiert. Bis in die 1920er Jahre hinein waren es Stummfilme, deren Handlung in manchen Fällen durch eingeschobene Texttafeln erläutert wurde.

Mit der technischen Neuerung, dem Filmmaterial eine synchrone Tonspur hinzuzufügen, erweiterten sich die Einsatzmöglichkeiten; nicht nur Unterhaltung, auch Informationen konnten so anschaulich weitergegeben werden. Unter der Nationalsozialistischen Diktatur wurde das Medium Film zu Propagandazwecken missbraucht. Die Nationalsozialisten bedienten sich seiner, um gegen die jüdische Bevölkerung zu hetzen, das Ideal des „germanischen“ Körpers und Geistes zu verherrlichen und geschönte Aussagen über die Politik der Reichsführung und den Verlauf des Zweiten Weltkriegs zu verbreiten.

Ab Mitte der 1970er Jahre wurde das von den Tonbändern bereits bekannte Magnetaufzeichnungsverfahren auch auf Bilddaten angewandt. Erstmals konnten so aufgezeichnete Bilder praktikabel auch im häuslichen Bereich wiedergegeben werden. Von den unterschiedlichen Video-Systemen setzte sich alsbald das VHS-System als das maßgebliche durch. Mit der Erweiterung der Speicherkapazität bei Compakt-Disks hin zur DVD hat das Medium Film für den privaten Konsum ein handliches und qualitativ hochwertiges Format erlangt. Von der DVD wurde die zeitweilig als das Medium der Zukunft gepriesene Laserdisk, eine Art Compakt-Disk im Schallplattenformat, komplett verdrängt.

Die CD-ROM wiederum, ebenfalls ein Speicher für audio-visuelle Daten, verdrängte ihrerseits die für Computer gebräuchlichen Disketten. Mit ihr wurden und werden nicht nur Computeranwendungen verbreitet, auch der Unterhaltungsbereich macht sich ihre große Speicherkapazität zunutze: Als Träger von Computerspielen, Bildergalerien, Filmen u.ä.

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