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Massenmedien

Artikel #5655, »Massenmedien«, geschrieben von: B. Brockhorst(Red.) (95 %) et al.

Rundfunk

Rundfunk sind Ton- (Hörfunk) oder Ton-/Bildinformationen (Fernsehen), die über Radiowellen übertragen und im Moment ihres Empfanges wiedergegeben werden. Der Rundfunk gehört somit zu den audiovisuellen Medien, ist jedoch zunächst einmal flüchtig. Erst durch die Aufzeichnung auf Bild- oder Tonträger kann das Medium Rundfunk konserviert werden.

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Wie der Film so ist auch der Hörfunk in der Zeit 1933-45 von der nationalsozialistischen Führung zu Propagandazwecken missbraucht worden. Befördert wurde der Anstieg der Anzahl der Hörer durch die Entwicklung eines preisgünstigen Empfangsgeräts, dem Volksempfänger.

Nach dem Krieg gründete sich die 1950 die Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland, kurz ARD, die ab 1954 ein gemeinsames Fernsehprogramm ausstrahlte (heute unter dem Sendernamen Das Erste). Das Zweite Deutsche Fernsehen, ZDF ging 1963 an den Start. Lediglich die Trägerschaft war bei beiden Sendern öffentlich-rechtlicher Natur (und blieb es wegen des kostenintensiven und aufwändigen Charakters der Veranstaltung von Rundfunk über Jahrzehnte hinweg), wegen der o.e. notwendigen Staatsferne des Rundfunks sind Aufsichtsgremien und Beiräte pluralistisch besetzt.

Das Privatfernsehen ging erstmals 1984 auf Sendung: RTL und SAT.1 (letzteres damals unter dem Namen PKS, Programmgesellschaft für Kabel- und Satellitenrundfunk) machten den Anfang. Pro 7 folgte 1988 ebenso wie Tele 5, das allerdings 1992 seinen Betrieb einstellte – erst 2002 wurde unter dem gleichen Namen ein Neustart gewagt. kabel eins ging 1992 auf Sendung; Spartensender wie Eurosport 1989 und DSF 1993. Die Fülle an Privatsendern macht es unmöglich, sie alle hier zu erwähnen, im Artikel Fernsehen ist dafür mehr Raum.

Das Bundesverfassungsgericht ist in Bezug auf das Privatfernsehen mehrfach befasst gewesen. Seine wesentlichen Aussagen hierzu sind, dass Privatfernsehen neben dem öffentlich-rechtlichen zulässig ist und dass es – anders als das öffentlich-rechtliche – nicht verpflichtet ist, seinen Auftrag als Grundversorgung des Publikums mit einem umfassenden und ausgewogenen Programm zu verstehen. Die Grundversorgung ist Sache der öffentlich-rechtlichen Sender, deshalb dürfen sie auch mit Gebühren finanziert werden.

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