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Mystik

Artikel #3164, »Mystik«, geschrieben von: Ulrich Fuchs (63 %) , A Bickel (35 %) , Josef Kandl(Red.) (0 %)

Mystik (griech. [myein], sich verschließen), eine im wesentl. religiöse Geistesströmung, in der danach gestrebt wird, in einem meist als ekstatisch beschriebenen Moment eine Vereinigung oder ein Aufgehen der eigenen Seele mit bzw. in Gott oder einem entspr. anderen Urgrund des Seins zu erleben. Das Christentum kennt insb. die christliche Mystik des Mittelalters (Hildegard von Bingen, Meister Eckhart u. a.), das Judentum die Kabbala, der Islam den Sufismus, der Buddhismus den Zen-Buddhismus. Starke m. Elemente finden sich im chines. Taoismus und der ind. Vedanta, in vielen weiteren Religionen sowie in der Esoterik.

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Die Wurzel der abendländ. Mystik ist in den altgriech. Mysterien zu suchen; ihre christl. Ausprägung erhielt sie mit dem Gottesbegriff des Dionysios Areopagita. Ein wesentl. Unterschied zu den Scholastikern war der, dass letztere dasselbe Ziel erst im jenseitigen Leben für erreichbar hielten; im Diesseits hielten sie den Erwerb lediglich theoretischen Wissens von Gott für möglich.

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