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Neuzeit

Artikel #2850, »Neuzeit«, geschrieben von: Ulrich Fuchs (99 %) , A Bickel(Red.) (0 %)

Neuzeit, soziolog. auch Moderne, die aktuelle Epoche der Geschichte. Ihr Beginn wird für Europa zwischen Mitte des 15. und Anfang des 16. Jh. datiert. Die N. löste hier das Mittelalter ab, von dem sie sich am prägnantesten durch die Erkenntnis der Freiheit des Menschen absetzt. War dieser im Mittelalter noch fest mit einer zugewiesenen Rolle in eine göttlich geordnete Welt eingefügt, so ist die Rolle des Menschen in der N. hinterfragbar und häufig neu definiert worden. Die enge christl.-relig. Weltsicht ist zu Gunsten einerseits wissenschaftlicher, andererseits auch beliebig anderer Weltbilder zurückgedrängt. Wesentl. Strömungen, die zur Herausbildung des neuzeitl. Denkens führten, waren der Humanismus und (später) die Aufklärung, Auslöser waren geopolit. Veränderungen (u. a. Fall Konstantinopels 1453), techn. Neuerungen (u. a. Druck mit beweglichen Lettern) und die Erweiterung der in Europa bekannten Welt (Entdeckungsreisen) während der Renaissance.

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