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Rousseau, Jean-Jacques

Artikel #9265, »Rousseau, Jean-Jacques«, geschrieben von: A Bickel (99 %) , B. Brockhorst(Red.) (0 %)

Rousseau, Jean-Jacques (* 28. Juni 1712 in Genf; † 2. Juli 1778 in Ermenonville), französ.-schweiz. Denker, Pädagoge und Unternehmer der späten Aufklärung, dessen liberale Sozialphilosophie den Revolutionen gegen Ende des 18. Jh. den Weg ebnete.

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Seine Schriften beeinflussten die Erziehungstheorien der folgenden Generationen (u. a. Fröbel, Pestalozzi) und öffneten seinen Lesern den Blick auf Subjektivität (an Stelle von »neutralem« Rationalismus) und die Natur als Werte an sich. Sein Roman Julie, ou la nouvelle Héloïse zählte zu den meistgelesenen Büchern des 18. Jh. und prägte ebenso wie seine Autobiographie Confessions die Entwicklung hin zu dem emotionalen Ansatz der Romantiker. Er verwendete auch viel Energie auf seine musikalischen Interessen und propagierte die Ablösung des französ. Stils durch die italienische Richtung.

Der Zivilisationstheorie Rousseaus wird landläufig das Schlagwort »Zurück zur Natur!« zugeschrieben, doch stammt dieses tatsächlich aus der Feder seines Gegners Voltaire.

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