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Schwangerschaftsabbruch

Artikel #3738, »Schwangerschaftsabbruch«, geschrieben von: B. Brockhorst(Red.) (59 %) , G. Schütte (31 %) , K. Bleuer (8 %) et al.

Nachbetreuung

Etwa eine Woche nach dem Schwangerschaftsabbruch sollte die Frau sich körperlich schonen, auf Baden und Schwimmen sowie auf Geschlechtsverkehr verzichten. Fieber höher als 38 °C über mehrere Tage, stärkere Schmerzen oder Blutungen können ein Hinweis auf Schleimhautreste in der Gebärmutter sein. Bisweilen ist eine operative Nachbehandlung (Absaugung) erforderlich, meist reicht eine medikamentöse Behandlung aus. Fieber über 38,5 Grad Celsius verbunden mit starken Blutungen, Schmerzen und/oder schlecht riechendem Ausfluss zeigen eine Entzündung an, die antibiotisch behandelt werden muss. Eine verspätete Behandlung kann zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen, ein Übergreifen auf die Eileiter kann zu Verklebungen und späterer unerwünschter Unfruchtbarkeit der Frau führen.Die Rückbildung der inneren Geschlechtsorgane ist nach circa 10 Tagen abgeschlossen, zwei Wochen nach dem Abbruch sollte eine Nachuntersuchung erfolgen. Eine Abtreibung ohne Komplikationen hinterlässt keine nachweisbaren Spuren.

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Der psychische Zustand der Frau nach dem Abbruch kann sehr unterschiedlich sein und von Erleichterung bis hin zu tiefer Depression reichen. Schuldgefühle treten vor allem auf, wenn die Entscheidung zur Abtreibung nicht ganz freiwillig geschah und äußerer Druck ausgeübt wurde. Auch die Hormonumstellung wie nach einer Geburt kann die Entwicklung psychischer Probleme begünstigen.

Der erste Eisprung setzt häufig bereits 14 Tage nach dem Schwangerschaftsabbruch ein. Es sollte direkt nach dem Eingriff für eine wirksame Kontrazeption gesorgt werden, orale Kontrazeptiva (die Pille) können sofort nach dem Eingriff eingenommen werden, auch die Spirale (IUP) kann sofort . eingesetzt werden, nach einem Abbruch im zweiten Drittel der Schwangerschaft wird mitunter eine gewisse Wartefrist von ca. 14 Tagen empfohlen.

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