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Sophisten

Artikel #4835, »Sophisten«, geschrieben von: Josef Kandl(Red.) (76 %) , A Bickel (23 %)

Sophisten (griech. σοφιστής, Weiser), Wanderlehrer im antiken Griechenland (urspr. nur »Gelehrter«), die ihre Schüler gg. Bezahlung in Rhetorik und Philosophie unterwiesen.

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Die Sophisten waren hinsichtlich ihrer philosoph. Anschauungen eine uneinheitliche Gruppe; alle jedoch pflegten die Kunst des Streitgesprächs (»eristische Dialektik«), da sie die enthusiastische Wahrheitssuche der Vorsokratiker ablehnten und stattdessen die Grenzen der Wahrnehmung und damit der menschlichen Erkenntnis betonten. Auch versprach der typische Sophist »Tüchtigkeit« zu lehren, die bes. zum polit. Erfolg beitragen werde. Führende Sophisten waren Protagoras und Gorgias.

Durch die Kritik Platons und Aristoteles’ gerieten die Sophisten in Misskredit. Davon abgeleitet ist der Ausdruck sophistisch, mit dem »spitzfindig« gemeint ist.

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