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Werbung

Artikel #2435, »Werbung«, geschrieben von: Ulrich Fuchs(Red.) (52 %) , Gabriele von Horn (47 %)

Werbung (ahd. hwerfo, hwerbo/ mhd. werb, werbo, sich jemandem zuwenden, wirken, um etwas bitten) ein Kommunikationsvorgang, mit dem ein deklarierter Sponsor beim Empfänger für jemanden oder für etwas Interesse zu wecken sucht. Der Begriff der W. bezieht sich neben der Wirtschaftswerbung (Produktwerbung und verwandte Werbeformen wie Sponsoring, Public Relations etc.) also auch auf die Partnerwerbung im Tierreich und beim Menschen sowie auf die Meinungsbeeinflussung bspw. durch polit. Kampagnen.

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Im wesentl. erfüllt W. dabei vor allem die ersten drei Aspekte des AIDA-Prinzips: Sie dient dem auffälligen Hinweis auf das zu bewerbende Objekt (Attention), sie versucht, eine nähere Beschäftigung mit ihm zu erreichten (Interest), und Wünsche zu erwecken (Desire). Nur selten gelingt allein aufgrund von W. das Auslösen einer Handlung (Action).

Partnerwerbung

In der Tier- und Pflanzenwelt dient die W. fast ausschließlich der Fortpflanzung, in seltenen Fällen auch der Beutejagd (Peckhamsche Mimikri). Düfte (Lockstoffe) und Schallsignale (Vogelruf) locken mögl. Partner aus der Ferne, besonders ausgeprägte Extremitäten (Hahnenkamm u. a.) und Farben (Signalfarben) in der Nähe an.

Alle mitmenschlichen Beziehungen enthalten in irgendeiner Form W. Der Mensch wirbt um einen Partner durch Blicke, Gestik, Mimik, Sprache (Tonfall, Eloquenz etc.). Auch er benutzt Düfte (Parfums) und Farben, um einem anderen zu gefallen. Darüber hinaus erweiterte und verfeinerte er im Laufe seiner Entwicklung seine Reizmöglichkeiten. Neben Schmuck und augenfälliger Kleidung versucht man sich durch Geschenke - was es im Tierreich auch gibt - "anzupreisen".

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